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Die Chronik unseres Vereins. ChronikDiese Chronik erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Sie wurde bis Ende 1988 vom Vereinsaktuar Josef Bünter anhand von Protokollauszügen zusammengestellt. Die mit enormem Zeitaufwand verbundene Arbeit gibt dem am Schiesswesen interessierten Leser einen Rückblick über die Entstehungsgeschichte der Schützengesellschaft Steinerberg. Herzlichen Dank an Josef Bünter, welcher an der GV 2005 nach 36 Jahren Vorstandstätigkeit als Aktuar seinen Rücktritt erklärte. Die schwierige Nachfolge hat Beat Reichlin angetreten. Dieser hat die Chronik nach eigenen Recherchen mit diversen weiteren Meilensteinen ergänzt.
Die damaligen Schiessprogramme wurden mit Stutzern in stehender und kniender Stellung geschossen. Die Entwicklung des Schiesswesens brachte eine fortwährende Erneuerung der Waffen- und Munitionstechnik. Im 16. - 17. Jahrhundert verwendete man das Luntengeschoss-, das Feuerstein- und Perkussionsschloss-Gewehr. Von 1842 - 1890 schoss man mit Hinterladergewehren, dem Stutzer "System Amsler", sowie mit Pebody- und Vetterligewehren. 1739 Am 25. März 1739 konnten mit den Gebrüder Josef und Meinrad Reichlin ein Kaufvertrag (sig. Josef Karl Reichlin) abgeschlossen werden. Der Standort des ersten Schützenhauses ergab sich somit unterhalb von Gasthaus Löwen, derjenige des Scheibenstandes in der unteren Mürg. Der damalige Kaufpreis betrug 16 Gulden, 26 Silberlinge und 4 Angster. 1742 Am 29. März 1742 wurde die eigentliche Gründung der Schützengesellschaft Steinerberg nachvollzogen. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits das Schützenhaus und der Scheibenstand mit 4 Scheiben. 1745 Mit einem Schreiben vom 10. Juni 1745 ersuchte die "Zielschaft" von Steinerberg, dass ihr die Obrigkeit zu Schwyz an die Kosten des Schiesswesens einen etwas höheren Beitrag spreche, als derjenige von den Lauerzer Schützen. Dem Gesuch wurde entsprochen. Die Schützengesellschaft Steinerberg erhielt nebst den bisherigen 6 Gulden noch zusätzlich 8.20 Gulden. 1746 Nach der Gründung der Schützengesellschaft wurde anno 1746 die St. Sebastians-Bruderschaft errichtet. Davon zeugt heute noch die Statue des hl. St. Sebastians, genannt der "Schützenbaschi". Die Statue wird jeweils am St. Sebastianssonntag in der Kirche aufgestellt, womit der Pfarrer am Schluss der hl. Messe jeweils feierlich den Segen erteilt. Am "Schützenbaschi" sind Medaillen aus dem Jahre 1745 befestigt, worauf die damaligen Amtspersonen erwähnt sind: Schatzmeister Gottfried Reichlin 1759, Landvogt Johann Casper 1772 und Schützenmeister Reichlin. Alle Schützen, welche während 12 Jahren geschossen hatten, wurden in die Bruderschaft aufgenommen. Dies bestätigte die Schützengesellschaft Steinerberg mit der Bruderschaftsurkunde vom 23. Weinmonat 1766. Für diese privilegierten Schützen wurde alljährlich eine hl. Messe gelesen. Dieser Brauch wird auch in der heutigen Zeit noch gepflegt. 1799 Die Schützengesellschaft erhielt von der Obrigkeit zu Schwyz die Aufforderung allfällig vorhandene Militärfahnen abzugeben. Da sie jedoch Steinen unterstanden, besassen sie keine Militärfahne. Ihre Fahne übergab die Schützengesellschaft Steinerberg nach Abgabe der Gewehre der Pfarrkirche. Die Flagge sei "glaublich" in Stücke zerschnitten und für Kirchenparamente verwendet worden. Dies teilte die Schützengesellschaft Steinerberg am 29. März 1799 der Obrigkeit zu Schwyz mit. 1814 Die Vereins- und Jahresrechnung führte der Heldenvogt. Erstmals wurde die Rechnung am 27. Horner 1814 vom damaligen Heldenvogt Josef Schilter, Diezigen im Protokollbuch erwähnt. Im Beisein von Hochw. Herr Pfarrer Weber, Ratsherr Märchy, den übrigen Kirchenvögten sowie Schützenmeister und Schützenbeamte erfolgt die spezifizierte Rechnungsablage. Einnahmen 297 Gulden, 7 Batzen und 5 Angster; Ausgaben 29 Gulden, 16 Batzen; Vorschlag 267 Gulden, 31 Batzen und 5 Angster. 1825 Am 14. August 1825 erfolgt in Schwyz die Teilnahme am ersten Wettschiessen der neugegründeten Schützengesellschaft der Urkantone. 1853 Gemäss Protokollbuch wurde die Schützengesellschaft Steinerberg ein Schreiben vom 1. Juni 1853 vom kant. Schützenmeister Alois Weber, Schwyz über die "vürgebliebenen" römischen und neapolitanischen Kompagniegaben in Kenntnis gesetzt. Darauf wurden die Schützenmeister der Gemeinden vom Bezirk Schwyz einberufen, um zu beraten. Die genannten Gaben sollten auf gütlichem Weg ohne Prozessführung wieder auf die Schützenhäuser verteilt werden. Es wurde entschieden, sich allen Beschlüssen der Versammlung der Schützenbeamten vom 7. Mai 1854 zu fügen. 1855 Am 13. November 1855 beschloss man auf Anregung hin, am Zeigerhaus neue Einrichtungen mit Abwarnung zu erstellen. 1860 Im Jahre 1860 wurde die Rechnungsführung aufgeteilt. Kapitalien und Zinsen werden in der Heldenvogtrechnung verbucht, Einnahmen von Bettelgeldern, Zuschüsse an Schiesstage und übrige Ausgaben hingegen in der Schützenmeisterrechnung. Neben der Schiesstätigkeit der Standschützen wurden auch auf freien Feldständen geschossen und dabei Sektionswettkämpfe durchgeführt. Gemeinsam mit der Schützenfahne und einer Bargabe zogen die Schützen in Feldausmärschen abwechslungsweise auf die Schiessplätze von Arth, Steinen, Schwyz, Ecce Homo, Rothenthurm und Einsiedeln. 1867 Das Zentralkomitee des Eidg. Schützenfestes in Schwyz ersuchte am 24. Juni 1867 um eine Gabe. Für den Stich Vaterland beschloss die Schützengesellschaft Steinerberg einen Betrag von Fr. 100.-- zu spenden. 1870 Am 29. Mai 1870 erhielt der Schützenrat den Auftrag neben den Standschützen einen Feldschützenverein zu gründen, um so das Schiesswesen der Militärpflichtigen zu fördern. Der Jahresbeitrag betrug damals Fr. 1.--. In der Gemeinde Steinerberg schossen die Stand- und Militär-Feldschützen das Bundesprogramm im Schützenhaus und auf den Feldplätzen im Hof und Mürg-Lewanderli. 1871 Am 11. Juni 1871 beschloss der Schützenrat, dass Nichtmitglieder der Standschützen als Feldschützen bei den Ausmärschen das Programm auf die Feldscheibe gültig schiessen können. 1872 Im Jahre 1872 bezahlte das Kriegskommissariat des Kantons Schwyz den Feldschützen Steinerberg an das obligatorische Schiesswesen zum ersten Mal folgende Staatsbeiträge: 31 Mann à Fr. 2.50 = Fr. 77.50 (gemäss Schützenrechnung 1873). 1876 Am 24. September 1876 fand das Kant. Schützenfest statt. Davon wurden die Steinerberger Schützen am 10. September 1876 in Kenntnis gesetzt. Sie beschlossen, sich mit der Schützenfahne in Rothenthurm einzufinden und gleichzeitig an den dortigen Kirchenbau Fr. 30.-- zu spenden. Jeder Teilnehmer erhielt aus der Schützenkasse einen Gratis-Trunk. 1883 Im Mai 1883 verlas der Schützenmeister das Reglement. Nach dessen Verordnung hatte jeder Militärpflichtige die Schiessübung in drei Distanzen und mit dem Ordonnanz-Stutzer zu schiessen. 1888 Den militärpflichtigen Schützen wird am 18. Mai 1888 gestattet, bei den diesjährigen Feldausmärschen ihre obligatorischen 30 Schüsse abzugeben. Jedoch mussten sie doppeln und mit der eigenen Waffe schiessen. In diesem Jahr feierte die Schützengesellschaft ihr 150-jähriges Bestehen. Sie scheute keine Mühe und machte ihr Möglichstes, um am 18. Mai 1888 ein schönes "Grümpelschiessen" zu veranstalten. 1889 In diesem Jahr wurden neue Ordonnanzwaffen und verbesserte Munition eingeführt. Auf das Langgewehr Mod. 89/96 und 96/11 mit Rundkopfmunition folgten der Karabiner und das Langgewehr Mod. 11 Kal. 7.65 mit Spitzgeschoss und Rille. Am 12. Mai 1889 wurde beschlossen mit der Sektion am Kant. Schützenfest in Einsiedeln mit einer Ehrengabe teilzunehmen (23. - 30. Juni). Der Schützenrat entschied am 8. Juni 1890 das erhaltene Diplom vom Sektionswettkampf in Einsiedeln einzurahmen. Es ist heute noch in der Schützenstube aufbewahrt. 1896 Am 18. November 1896 ereignete sich ein tragischer Schiessunfall. Josef Martin Reichlin (Bruder von Zeno) wurde im Zeigerstand tödlich verletzt. 1897 Am 24. Oktober 1897 wurde eine Kommission gewählt und beauftragt, die notwendigen Umbauten am bisherigen Scheibenstand zu veranlassen, damit auch die Schiesswaffen vom Kal. 7.5 gebraucht werden durften. 1899 Ein neuer Martinistutzer wurde am 18. Juni 1899 zu Fr. 170.-- im Waffengeschäft Widmer, Zug gekauft. Denselben durften die Mitglieder jedoch nur auf dem Schiesstand gebrauchen. Diese Waffe ist heute noch vorhanden. 1903 Die Gemeindeverwaltung stellte den Feldschützen ein Schiessplatzgelände im Lewanderli zur Verfügung. Herr Anton Schuler, als Landbesitzer, wollte einen weiteren Gebrauch des Scheibenstandes nicht mehr bewilligen. Im Auftrag des Gemeindepräsidenten teilt dies der Schützenmeister Bernhardin Reichlin am 29. Mai 1903 dem Schützenrat mit. Dieser beschloss darauf, dass es der Gemeindebehörde frei gesellt sie, für die Obligatorisch-Übungen einen neuen, den Vorschriften entsprechenden Schiessplatz zu stellen. Ansonsten sei ein jährlicher Betrag von Fr. 30.-- zu entrichten. Sollte diesem Gesuch nicht entsprochen werden, führe die Schützengesellschaft für die schiesspflichtigen Militärs keine Obligatorisch-Übungen mehr durch. Auch lehne sie jede Verantwortung bezüglich der Schiesspflichtigen ab. Die Schiesskommission und der Gemeinderat beschlossen, am bisherigen geeigneten Schiessplatz "Lewanderli" festzuhalten. 1905 Am 7. April 1905 machte Anton Schuler wegen des Feldschiessstandes Lewanderli erneut einen Vorstoss. Gemeindepräsident Damian Schilter erhielt den Auftrag mit Herrn Pius Rickenbacher, Arth nach einem anderen Schiessplatz Umschau zu halten. Die Schiesskommission unterbreitete der Gemeindebehörde den Vorschlag, im "Gummeli" östlich vom Wylerboden einen neuen Schiessplatz zu erstellen. Dieser Schiessplatz würde nach Erstellen der Zeigersicherungen anerkannt werden. Der Schützenrat lehnte jedoch den neuen Schiessplatz aus folgenden Gründen ab: er ist weit abseits vom Dorf und im Rutschgebiet gelegen und benötige das Erstellen von teuren Zeigersicherungen. Der Gemeinderat beschloss daraufhin, dass der bisherige Feldschiessplatz Mürg-Lewanderli weiterhin zur Abhaltung der Obligatorisch-Schiessübungen benützt werden solle. Allerdings nur solange, wie die Schiesskommission den Platz als sicher und zweckmässig erkennt. Sollte der genannte Schiessplatz neuerdings von der Schiesskommission inspiziert werden, so hat der Gemeindpräsident Josef Leonhard Reichlin den Auftrag, die Interessen der Schützengesellschaft zu vertreten. Dieser Beschluss wurde dem Titl. Militärdepartement, der Schützengesellschaft und an Alt-Präsidenten Anton Schuler schriftlich mitgeteilt. Die Gemeinden hatten für Schiessanlässe und Übungen die notwendigen Schiessplätze unentgeltlich anzuweisen. Der Bau von Schiessanlagen waren Pflichten der Gemeinden. 1909 Die Munition für das Obligatorisch-Programm wird gratis abgegeben. 1910 Erster Teilnehmer am Schützenmeisterkurs: Damian Schilter. 1911 Das Schiesskommissionsmitglied Franz Suter, Steinen, teilte dem Gemeinderat am 5. März 1911 schriftlich mit, dass der Feldschiessplatz Dorf-Lewanderli nicht mehr den Vorschriften entspreche. Ein neuer Schiessplatz sei zu suchen. Der Gemeinde- und der Schützenrat schloss die Verhandlungen mit den Landbesitzern Damian Schilter zum Rössli und Karl Abegg, Diezigen ab. Der Feldschiessplatz Lewanderli-Luschlau wurde der Schiesskommission vorgeschlagen. Am 7. Mai besichtigte die Eidg. Schiesskommission diesen Schiessplatz und hiess ihn nach Erstellen der Zeigersicherungen gut. Mit dieser provisorischen Schiessgelegenheit für das Obligatorisch-Programm und den Ausschiesset musste man sich noch 12 Jahre begnügen. Zwischen 1914 - 18 herrschte der erste Weltkrieg. Deshalb ruhte das Schiesswesen bis Anfangs 1920 fast vollständig. 1921 Am 13. November 1921 erhielt der Schützenmeister Karl Reichlin (Gemeindeschreiber) den Auftrag, die Vorarbeiten zum Erstellen eines neuen Zeigerstandes in der Luschlau in Angriff zu nehmen. 1923 Der Schützenrat beschloss am 22. April 1923 ein Gesuch mit folgendem Wortlaut an den Gemeinderat z. H. der Kirchgemeinde einzureichen: Gänzlicher Ankauf von Land für den Schützen- und Scheibenstand, sowie einen Beitrag, welche noch festzusetzen sein, an die Baukosten (wurde später mit Fr. 400.-- entsprochen). Am 18. August 1923 nahm der Gemeinderat mit den Landbesitzern Karl Abegg, Diezigen und Damian Schilter, Hotel Rössli Verhandlungen auf. An der Kirchgemeinde vom 30. September 1923 wurde dem Gemeinderat Vollmacht und Kredit erteilt. Somit verschaffte man dem Begehren für den Kauf von Bauplätzen für Schützenhaus und Zeigerstand vollständige Nachachtung. Die Bedingungen sind in einem Bauplan festgehalten und im Grundbuch Arth, Seite 193 eingetragen. Bauplatz Schützenhaus: Besitzer, Damian Schilter,
Hotel Rössli, Steinerberg Bauplatz Scheibenstand: Besitzer, Karl Abegg-Ehrler,
Diezigen, Steinerberg 1924, Bau des Scheibenstandes Am 25. November 1923 wurde an einer ausserordentlichen Schützengemeinde dem Schützenrat Vollmacht und Kredit für die Erstellung eines neuen, gedeckten Scheibenstandes erteilt. Die Bauarbeiten nach Plan- und Kostenabrechnung wurden noch in diesem Winter in Angriff genommen. Im Schützenrat wurde die Leitung und Aufsicht in folgenden 3er Gruppen aufgeteilt: Karl Reichlin (Gemeindeschreiber) das Schriftliche, Kaspar Bünter die Erdarbeiten, Meinrad Styger und Kasimir Reichlin das Fuhrwesen und die allgemeinen Frondienstarbeiten. Die Zimmereiarbeiten für den gedeckten Scheibenstand wurden an Ferdinand Dettling, Lauerz und die Maurerarbeiten an die Gebrüder Brusa, Steinen vergeben. Ein Verzeichnis, das namentlich über die geleisteten Frondienststunden vom Oktober 1923 - Mai 1924 Auskunft gibt, ist heute noch vorhanden und gibt ein Bild vom damaligen Schützengeist. So wurden für Erd- und Holzarbeiten, Sand-, Zement- und Holzfuhren 1'876 Frondienststunden geleistet. Dank diesen Arbeitseinsätzen ergab die Baurabrechnung für den Scheibenstand mit Fr. 4'793.90 ein erfreuliches Bild. 1925, Bau des Schützenhauses Am 29.
November 1924 erhielt der Schützenrat Vollmacht und Kredit für den Bau des neuen
Schützenhauses im Lewanderli. Der Schützenrat beschloss am 5. Februar 1925 mit
dem Bau des neuen Schützenhauses sofort zu beginnen. Die Arbeitseinsätze sowie
der gute Wille der Schützen und Gemeindebürger zeigt heute noch das Verzeichnis
mit 2'721 geleisteten Frondienststunden. Die Maurerarbeiten führten die
Gebrüder Brusa, Steinen, die Zimmereiarbeiten Karl Betschart, Schwyz und den
Ausbau verschiedene Handwerker von Steinerberg aus. Die Zusammenstellung der
Bauabrechnung für das Schützenhaus ergab eine Summe von Fr. 6'744.10 für die
Baukosten. Die Finanzierung wurde unter anderem auch mit Anteilscheinen bewerkstelligt. So konnten 13 Stück à 10 und 81 Stück à 20 Franken verkauft werden. Die Schützengesellschaft selber zeichnete fünf Anteilscheine über 20 Franken. Die Rückzahlungen erfolgten mit jährlichen Tranchen über Hundert Franken (jeweils fünf Stück à 20 Franken). Viele Anteilscheine wurden nachträglich geschenkt/erlassen oder mussten nur teilweise zurückbezahlt werden, der letzte im Jahre 1948. An Schenkungen und Gaben wurden 1'065 Franken eingenommen. Klicke hier (PDF-Format), um den im August 1924 verschickten Spendenaufruf anzusehen, welcher an die in Amerika lebenden Steinerberger gerichtet war. 1928 An vier Darlehensnehmer wurden Kapitalien ausgeliehen (Fr. 677.80, Fr. 1'670.33, Fr. 351.65 und Fr. 998.68). Die Zinsen betrugen in der Regel zwischen 3 1/2 bis 4 3/4 Prozent (im Jahre 1975 sogar bis 5 %!). Das letzte Darlehen wurde 1984 zurückbezahlt. Dies zeigt den wichtigen Stellenwert, welche die Schützengesellschaft in der Gemeinde Steinerberg über viele Jahre nicht nur als Verein, sondern auch als unterstützende Kraft bei Darlehensgewährungen eingenommen hat. Oder welche Bank würde das Geld ohne Sicherheiten für 56 Jahre ausleihen? 1935 An der Hauptversammlung vom 10. März 1935 wurden neue Statuten angenommen und in Kraft gesetzt (an Stelle der Statuten vom 28. März 1915). 1937 Am 10./11. Juli 1937 wurde das Jubiläumsschiessen "200 Jahre SG Steinerberg" abgehalten. Der Kassier konnte einen Überschuss von 23 Franken in die Kasse vereinnahmen. 1941 Der Kleinkaliber-Zeigerstand für das 50 m Schiessen wurde erstellt und zwei Kleinkalibergewehre gekauft (insgesamt für 1'842 Franken). Das Eröffnungsschiessen brachte Einnahmen von 536 Franken. Das Land wurde von X. Abegg für 150 Franken erworben. 1942 Am 25. Januar 1942 erfolgt die Gründung der Kleinkalibersektion als Untersektion der Schützengesellschaft Steinerberg. Zweck: schiessfreudige Mitglieder weiter auszubilden und das Kleinkaliberschiessen zu fördern. Während der Zeit des 2. Weltkrieges kam das 300 m-Schiessen fast zum Stillstand (Munitionsknappheit). Gleichzeitig wurde ein Kleinkalibergewehr gekauft für 130 Franken. 1943 Beschaffung einer Standarte mit Kosten von 489 Franken (inkl. Mehrausgaben für die Einweihung). In den Jahren zuvor gingen Schenkungen von insgesamt 110 Franken ein für die Deckung dieser Ausgaben. 1947 Beitrag von 100 Franken an die Musikgesellschaft Steinerberg zu deren Gründung. 1963/64 Umbau des Schützenhauses und Erweiterung des Zeigerstandes von 4 auf 6 Zugscheiben mit neuer Signalanlage. Die ganze Arbeit wurde in Frondienst ausgeführt, kostete aber trotzdem 7'915 Franken. 1965 Am 1. August 1965 weihten die Steinerberger Schützen die neue Fahne. Das Vereinsbanner wurde für 2'170 Franken von der Firma Siegrist in Langenthal gekauft. Gleichzeitig wurde eine Standarte beschafft für 421 Franken. Die Fahnenpaten Rosa Zimmermann und Meiri Styger spendeten nicht nur einen massgeblichen Betrag an die Kosten, sondern übernahmen auch noch die Kosten für die Feierlichkeiten, welche am 1. August 1965 stattfanden. Die Sammlung, welche durchgeführt wurde brachte ebenfalls einen grossen Obolus in die Kasse. Des Weiteren entschädigte die Basler Versicherung einen Schaden an der alten Fahne. 1966 Am 18./19. und 25./26. Juni 1966 wurde das Fahnenweihschiessen in Steinerberg durchgeführt. Beteiligung: 36 Sektionen mit 876 Schützen. 1966 Bau einer Telefon- und Gegensprechanlage zwischen Schützenhaus und Scheibenstand mit Totalkosten von 425 Franken. 1969 Die Kleinkalibersektion wird als Untersektion aufgelöst und als selbständiger Verein unter dem Namen "Sportschützen Steinerberg" gegründet. 1979/80 Während dieser Zeit erfolgt in Zusammenarbeit mit den Sportschützen im Schützenhaus der Standumbau. Es wurden neue Liegepritschen und eine elektrische Laufscheibenanlage für die Sportschützen erstellt. Das ganze Schützenhaus wurde isolationstechnisch zwecks Schalldämmung neu ausgekleidet. Die ganze Arbeit wurde von den Steinerberger Schützen in vielen Frondienststunden ausgeführt. Die Totalkosten beliefen sich auf 5'317 Franken. Die 300-Meter-Schützen übernahmen 3/5 von den Kosten. 2/5 ging zu Lasten der 50-Meter-Schützen. 1980 Am 27. April und am 3./4. Mai 1980 wurde das Standerneuerungsschiessen in Steinerberg durchgeführt. Beteiligung 31 Sektionen mit 699 Schützen. 1982 Sturmschaden an Scheibenstand und Schützenhaus mit Kosten von 2'195 Franken. 1983 Eine neue Telefon- und Signalanlage wurde vom Schützenhaus zum Zeigerstand erstellt mit Gesamtkosten von 14'200 Franken. Für alle Aktiv-Schützen beschaffte der Verein eine einheitliche Trainerjacke. 1987 Am 9./16./17. Mai 1987 wurde das Jubiläumsschiessen "250 Jahre SG Steinerberg" durchgeführt. Beteiligung 44 Sektionen mit 907 Schützen. 1988 An der Generalversammlung vom 19. Februar 1988 wurden neue Statuten angenommen und in Kraft gesetzt (an Stelle der Statuten vom 10. März 1935). Am 3. Juli 1988 erfolgt die Jubiläumsfeier 250 Jahre SG Steinerberg. Dieser Anlass wird mit einem entsprechenden Rahmenprogramm in der Turnhalle Steinerberg gefeiert. 1989 Wegsanierung zum Schützenhaus: Erstellung 80 cm breiter Betonweg über ca. 86 m Länge mit Gesamtkosten von Fr. 11'500.--. 1990 Sturmschaden am Schützenhaus mit Kosten von 7'520 Franken. 1990/91 Elektronische Scheibenanlage: Einbau 6 elektronische Scheiben SIUS-Ascor mit Gesamtkosten von Fr. 171'573.--. Gleichzeitig Erstellung eines Kabelgrabens und Leitungsverlegung vom Schützenhaus zum Scheibenstand. Sanierung Kugelfang durch Entfernung/Entsorgung alter Erdkugelfang mit Altpneus, Erstellung von Betonfundamenten mit künstlichem Kugelfangsystem (Holzstapel, später mit Gummimatten ergänzt/verstärkt) mit Gesamtkosten von 10'910 Franken. 1992 Anschaffung von neuen Trainerjacken mit Sponsor Garage Robert Styger, Steinerberg. 1992 Am 25. April/2. + 3. Mai 1992 fand das Standerneuerungsschiessen statt. Beteiligung 50 Sektionen mit 998 Schützen. 1992 Würdige Feier für Funktionäre am 4. Oktober 1992 zum Abschluss der sehr bewegten vergangenen Vereinsjahre mit Standumbau, Kabelgraben, Einbau elektronische Scheibenanlage, Sanierung Kugelfang und Durchführung Standerneuerungsschiessen. 1992 Erstellung eines Anschlagkastens beim Pfrundhaus auf Initiative der SG Steinerberg (ohne Kostenfolgen, da verschiedene Sponsoren gefunden werden konnten). 1996 Lärmtechnische Sanierung beim Schützenhaus: Erstellung Fundamente und Lärmschutzwände sowie Schallschutzisolation im Schützenhaus. Zeitgleich Erweiterung Büroraum/Eingangsbereich durch An-/Umbau. Gesamtkosten Fr. 35'836.--. 1998 Beschaffung und Einbau 10 m-Luftgewehranlage im Untergeschoss des Schulhauses Steinerberg. Gesamtkosten Fr. 8'000.--. 2003 Durchführung 90. Schützenbundschiessen mit 499 Schützen und 20 Sektionen.
2006 Grösste Sektion am Pragelschiessen mit 50 Teilnehmern. 2007 Kugelfangsanierung im Sommer 2007. Ersatz bestehendes, künstliches Kugelfangsystem mit Holzstapel und Gummimatten durch Metallkästen Fabrikat Leu + Helfenstein. Gesamtkosten über 33'000 Franken, 240 Frondienst- und 23 1/2 Maschinenstunden. Die Bilder der Sanierung kannst Du hier ansehen. 2007 und 2009 Wieder grösste Sektion am Pragelschiessen mit 41 bzw. 38 Teilnehmern.
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Stand: 11. Februar 2010 |